Ports

Bei einem Port handelt es sich um ein venöses Zugangssystem in Form eines Reservoirs, das aus Titan, Kunststoff oder Keramik gefertigt ist. Das Fassungsvermögen der Kammer liegt bei ca. 0,5 ml. Ein Port soll den Zugang zu den Blutbahnen ohne permanentes Einstechen der Vene gewährleisten. Er wird grundsätzlich unter die Haut eingepflanzt und mittels eines Kunststoffkatheters (Silikon oder Polyurethan) wird die Verbindung zur Vene hergestellt.

Der Port bzw. die Portkammer hat eine sich selbstverschließende Silikonmembran. Diese Membran, Septum genannt, ist der Zugangsweg zum Port-System. Mit speziellen Portkanülen wird das Reservoir (Portkammer) durch die Membran anpunktiert, sodass anschließend das Medikament oder die Infusionsflüssigkeit durch den daran angeschlossenen Katheter in den Körper gelangen kann. Das Produktprogramm von medfein besteht aus hochdruckfähigen Titanports in verschiedenen Konfigurationen.

Portkanüle mit Infusionsleitung

Eine Portkanüle ist eine rechtwinklig gebogene Nadel, die innen hohl ist. Sie besitzt eine ca. 10 cm lange Infusionsleitung. Portkanülen werden im Zusammenhang mit Ports eingesetzt und es handelt sich um nicht-wiederverwendbare Einmalprodukte, d. h. nach einmaligen Gebrauch werden sie entsorgt. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Kanülen, die man z. B. für die Blutentnahme verwendet, haben die Portkanülen an ihrer Spitze einen besonderen Schliff, der beim Einstechen das Septum des Ports nicht beschädigt. Daher spricht man auch von „nichtstanzenden Nadeln“. In der Regel besitzen diese Portkanülen an beiden Seiten kleine Flügelchen (daher werden diese Kanülen manchmal auch Butterfly-Kanülen genannt), mit denen dann die Befestigung an der Haut durchgeführt wird. Wie oben beschrieben, befindet sich der Port unter der Haut, d. h. er ist nicht sichtbar, sondern muss vom Arzt oder der Schwester ertastet werden.

Da Ports oberflächennah implantiert werden, ist dieses Ertasten für medizinisches Fachpersonal aber relativ einfach. Die Portkanüle muß durch die Haut, Gewebe und das Septum durchgestochen werden, um sicherzustellen, dass das Medikament in die Portkammer gelangen kann und von da aus weiter durch den Katheter in die Vene des Patienten.

medfein hat den medizinischen und anatomischen Anforderungen entsprechend verschiedene Portkanülen mit Infusionsleitung im Programm. Die Unterschiede resultieren aus unterschiedlichen Durchmessern und Längen der Kanülen.